Hotelblog #2/19

Könnte dies ein Ansatz sein, Nachfolgethemen in der Schweizer Hotellerie zu vereinfachen?

https://www.htr.ch/story/hotel-uebernahmen-sollen-einfacher-werden-22907.html

Wie bereits früher schon erwähnt, stellt der hohe Kapitalbedarf bei Hotelinvestitionen junge Hotelfachkräfte vor eine grosse Herausforderung, sollten sie sich selbständig machen wollen. Da die Banken mit Finanzierungen sehr zurückhaltend sind, wäre dies ein möglicher Ansatz. Für Banken steht der Ertragswert auf Basis einer Dicsounted Cash Flow (DCF) Methode als Grundlage für eine Belehung. Ein gut laufender Betrieb ohne Investitonsstau hat demnach einen hohen DCF Wert. Bei “noch” gut laufenden Betrieben mit Investitionsstau sieht die Sache schon anders aus. Turnaround-Fälle, das heisst schlecht geführte Betriebe an guten Lagen, mit oder ohne Investitonsstau, die jedoch über ein Potential verfügen, haben aufgrund der ungenügenden Free Cash Flows ebenfalls einen schlechten DCF Wert. Genau unter diesen Betrieben können aber “Schnäppchen” zu finden sein, da sie eine schlechte Bewertung haben. Das Problem ist eben nur, dass die Finanzierung fast unmöglich ist. Sind Preisvorstellungen von Verkäufern dann noch über dem DCF Wert, wird die Sache fast unmöglich. Sollte hier nun die SGH gemäss dem Postulat einspringen? Die Frage stellt sich, wer in das zukünftige Potential eines Betriebes investiert und wer dieses finanziert? Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Führung (Jungunternehmer) das Potential ausschöpfen kann? Ist das Potential überhaupt vorhanden? Und weshalb wurde es bisher nicht ausgeschöpft? Ist der Verkäufer bereit, zum “schechten” DCF Wert zu verkaufen? Wo liegt die Belehungsgrenze für solche Turnaround-Kandidaten? Ist diese Belehungsgrenze ein (noch zu erreichender)  zukünftiger DCF Wert?

Es stellen sich somit einige kritische Fragen. Hat ein Betrieb eine wirtschaftliche Daseinsberechtigung oder nicht? Wenn diese Frage nicht mit einem klaren Ja beantwortet werden kann, sollte sich wohl nur einen Mäzen an solche Investments wagen. Eine weitere nicht zu vernachlässigende Frage stellt sich sodann bei einem zukünftigen Exit. Wir wird ein dannzumaliger, im besten Fall natürlich hoher DCF Wert, finanziert?

Ich bin gespannt, wie das Parlament reagiert.

 

 

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